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.. und Zürcher Ständeratswahlen zum Zweiten PDF Drucken E-Mail

Nach dem Primary vom 23.10 hat der - allerdings schon etwas erschöpft geführte - Kampf der Titanen vom 27.11. nun doch noch zwei Zürcher Ständeräte gezeugt. Wie sie heissen werden, war bereits seit langem bekannt. Meine Analyse "flexibles Wählerverhalten prägt Ständeratswahlen" erklärt nun, wie die überraschend guten Resultate der beiden Bisherigen höchstwahrscheinlich zustandegekommen sind (ein intelligenter Artikel im Limmattaler vom 25.11, der meine Analyse des ersten Wahlgangs prognostisch weiterspinnt, antizipiert einige Resultate). Siehe auch die  Artikel in der NZZ  im Tages-Anzeiger und im Landboten vom 3.12. sowie im Tages-Anzeiger (online) vom 2.12. Interessant darin: die Verwendung des Wortes "Gutachten" ... und Ruedi Lais hat natürlich recht; es ist alles mit rechten Dingen zugegangen, denn ich habe keinen einzigen ausgefüllten National- oder Ständeratswahlzettel  (ausser meinem eigenen) je gesehen, weder einzeln noch in Kombination.  

Es ist schon erstaunlich, welche Strahlungsintensität der Riesenstern Blocher, um den die Schweizer Politik seit etwa einem Vierteljahrhundert mehr oder weniger widerwillig kreist, selbst im Supernovastadium noch enfaltet: Wenn nicht alles täuscht, bringt er rund einen Drittel des aktiven Zürcher Elektorats, die Linkswähler dazu, in einen an sich recht sauren freisinnigen Apfel zu beissen. In diesem Sinne leuchten die beiden Gewählten - nicht nur, aber auch - wie der Mond, von geborgtem Licht. 

Übrigens: "noch etwas hat sich an diesem Wahlsonntag einmal mehr bestätigt. Die Hochrechnungen des statistischen Amtes Kanton Zürich sind einiges zuverlässiger als die Hochrechnungen der SRG."

Letzte Aktualisierung ( 29.01.2012 )
 
Zürcher Ständeratswahlen zum Ersten... PDF Drucken E-Mail

Wie sich die Zürcher Parteiwählerschaften in den Ständeratswahlen vom 23.10. entschieden haben? meine aktuelle Analyse "Partei oder Persönlichkeit?" zeigt, wie es damit wahrscheinlich verhielt (siehe auch die Artikel in der NZZ und im Tages-Anzeiger vom 29.10, im Limmattaler vom 25.11. und den Kommentar von Claude Longchamp auf zoonpoliticon, wie stets mit interessanten Zusatzüberlegungen; meine Präsentation in seinem Berner Forschungsseminar fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Vor- und Nachanalyse zusammen). Die Speisekarte war jedenfalls reichhaltig genug; es reicht deshalb noch für Aufgewärmtes bis weit in den November hinein. Die SVP-Wähler hielten Diät: Bloss Blocher und sonst (fast) niemanden. Gutzwiller, natürlich für seine eigenen Parteigänger und bis weit in die Mitte ein gefundenes Fressen, war für die SVP-Wähler nur sehr mässig palatabel. Doch wenn viele mit mässigem Eifer speisen, kommt doch was weg - freilich eben nicht ganz genug. Bei Verena Diener langten alle (ausser natürlich der SVP) herzhaft zu. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Nicht zuletzt auch weil man im Linkslager offenbar der Meinung war, dass man lieber dort mitisst, wo am Ende möglicherweise keine Resten mehr im Topf sein würden.

Nein im Ernst: das historische Novum eines zweiten Wahlgangs für beide bisherigen Zürcher Ständeräte ist, auch wenn es mit einiger Wahrscheinlichkeit dann trotzdem am Ende bei Diener und Gutzwiller bleibt, symptomatisch für die das politsche Klima hierzulande. Und deshalb interessant.  

Letzte Aktualisierung ( 04.12.2011 )
 
Erfolgreicher Grosswah(hochrechnungs)tag PDF Drucken E-Mail

Meine Hochrechnung für die Zürcher Ständeratswahlen nahm das Schlussresultat (Reihenfolge der Kandidaturen, zweiter Wahlgang für beide Sitze), wie gewohnt, bereits kurz nach zwölf Uhr vorweg. Fast noch mehr freut mich aber, dass auch meine Prognose von Anfang August eingetroffen ist. Das präferierte Szenario "Jeder ist sich selbst der Nächste" in meinem Papier zum Thema ist offenbar mehr oder weniger eingetroffen. Die empiriegestützte Analyse der Resultate wird zeigen, wie dieses Resultat genau zustandgekommen ist. Stay tuned....     

Bei den Nationalratswahlen war die Hochrechnung ebenfalls bereits früh zuverlässig: Sitzgewinne und -verluste liessen sich um 17 Uhr abschätzen, ebenso wie auch die Wähleranteile. Auch wenn ich in meiner Prognose der Sitzzahl für die NZZ die glp etwas überschätzte, die BDP unterschätzte, und auch die Sitzverluste der SP und der SVP nicht budgetierte - bei den Wähleranteilen lag ich letztlich nicht allzuweit daneben (siehe auch die Nachbereitung in der NZZ vom 25.10.2011).

Letzte Aktualisierung ( 21.01.2012 )
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Die zukünftige Zürcher Nationalratsdelegation PDF Drucken E-Mail
Meine "Prognose" für den Ausgang der Nationalratswahl 2011 im Kanton Zürich war in der NZZ vom 17.9.2011 zu lesen. Auf vielseitigen Wunsch folgend etwas ausführlicher die Überlegungen, welche hinter meiner Einschätzung der Sitzverluste und -gewinne der Parteien stehen.
Letzte Aktualisierung ( 26.10.2011 )
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Szenarien für die Zürcher Ständeratswahlen PDF Drucken E-Mail

Die Ausgangslage für die den ersten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen 2011 ist mittlerweile bekannt - Das Resultat hingegen noch nicht.  Spekulationen darüber, wie der erste Wahlgang ausggehen wird und warum, sind verlockend: In einen ausführlichen Arbeitspapier gehe ich das Thema systematisch, d.h. modellgestützt an: Für alle, die wissen wollen, welche Überlegungen hinter den Grafiken des Artikels im Tages-Anzeiger (4.8.2011) stehen, dem ich die Anregung dazu verdanke. Eine Zweitverwertung der etwas ausgebauten Schätzungen der Parteistärken für die Nationalratswahlen die den Szenarien zugrundeliegen, findet sich übrigen in einem ausführlichen Artikel der NZZ vom 27.9.2011 zu den mutmasslichen Sitzverschiebungen in der Zürcher Nationalratsdelegation. Der Mehrwert sind im wesentlichen die Listenverbindungen, Hagenbach-Bischof und ein wenig multinomial modellierte Unsicherheit (derart ist auch der "Statistiker" gerechtfertigt). Mehr dazu in diesem Blogbeitrag. Ich bin gespannt darauf, wie weit ich danebenliege...     

Claude Longchamp (zoonpoliticon) findet's auch interessant: Ich bin gespannt, ob sein Aufruf fruchtet!  Das Excel-Rechenblatt, in dem die Szenarien implementiert sind, stelle ich auf Anfrage gerne zur Verfügung. Falls jemand bessere Schätzungen zu haben glaubt bitte ich um Mitteilung. Ich werde meine Sachen übrigens im November in Longchamps Forschungsseminar zu den Ständeratswahlen an der Uni Bern präsentieren.

Letzte Aktualisierung ( 02.10.2011 )
 
Bloss ein Viertel derer... PDF Drucken E-Mail

... die an sich dürften, gingen am 4.9.2011 im Kanton Zürich zur Urne. Das ist zwar nicht eben viel, fällt allerdings nicht völlig aus dem Rahmen, wie meine Analyse der Resultate nachweist. Die zum Teil etwas verrätselten Vorlagen scheinen diese Selektion von unbeirrbaren Stachanowiten unter den Urnengängern allerdings keine Probleme gemacht zu haben, wie das Resultat der Abstimmung zum Bau eines Polizei- und Justizzentrums, einem der ewig untoten fliegenden Holländer des Zürcher Politgeschehens deutlich macht (öfters als darüber wurde wohl nur über die Selbstdispensation der Ärzte befunden). Die SDA-Meldung im Tages-Anzeiger (8.9.2011) greift das auf, ebenso wie die Artikel im Tagesanzeiger, in der NZZ und im Landboten vom 9.9.2011. Vielleicht am interessantesten: Der Kampagneneffekt bei der Vorlage über die Abschaffung der Kantonsbeiträge an kommunale hauswirtschaftliche Fortbildung. Im Zürcher Oberland scheinen die Gegner gut und wirksam organisiert zu sein! Vielleicht nicht von ungefähr: In den Flarzhäusern des Oberlands hatte die Hausarbeit seit jeher eine grosse Bedeutung....

Letzte Aktualisierung ( 09.10.2011 )
 
Das cornu copiae... PDF Drucken E-Mail
....von Vorlagen, Gegenvorschlägen und ausgeklügelten Stichfragen, dass sich am 15.5. über die Zürcher Stimmbürger ergoss, war für jene offenbar nicht ganz das befürchtete Problem. Selbst die zahllosen Stichfragen, die sich am Ende - wie meist - als überflüssig erwiesen, wurden recht brav ausgefüllt. Für die Analyse ist das allerdings keine einfache Situation: Greift man aus der Überfülle eine heraus? Ich habe mich für das Gegenteil entschlossen: die Vignettenserie.
Letzte Aktualisierung ( 02.10.2011 )
 
Vom Wandel der Loyalitäten im Zürcher Parteiensystem PDF Drucken E-Mail

Retrenchment an den Polen zur Linken (SP und Grüne) und zur Rechten (SVP) - Realignement in der Mitte. Konfessionell (CVP, EVP) oder klassenmässig-soziodemographisch (FDP) verankerte Traditionsparteien verlieren, der neue Typus der Sammelpartei (glp, BDP) gewinnt. Das sind die wesentlichen Schlussfolgerungen, die sich aus meiner Analyse des Panaschierverhaltens in den Zürcher Kantonsratswahlen 2011 ziehen lassen. Dass die Wähler durchaus wahrnehmen, was die Vertreter einer Partei im Parlament treiben - oder zumindest was die Medien davon berichten, zeigt sich im Panaschierverhalten: die glp-Listenwähler, d.h. ihre Stammwähler sind etwas nach rechts gerutscht, und die Stammwähler der Parteien rechts der Mitte finden sie doch einiges attraktiver. NZZ und Tages-Anzeiger berichten am 12.5.2011. 

Letzte Aktualisierung ( 12.05.2011 )
 
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